NEIN zur «Service Citoyen»-Initiative!

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Die Initiative «Service Citoyen» ist abzulehnen, weil sie die heutige bewährte Dienstpflicht verwässert und den Fokus weg von Sicherheit auf allgemeine Aufgaben (vordergründig «sinnvollere» und «bequemere» Dienstleistungsalternativen) lenkt.

Die Alimentierung von Armee und Zivilschutz muss auch in Zukunft oberstes Ziel der Dienstpflicht bleiben – nicht Waldpflege oder Betreuung. Personalbedarf im zivilen Bereich darf nicht auf Kosten der Einsatzbereitschaft der Sicherheitskräfte gedeckt werden. Ein Bürgerdienst für alle macht die Schweiz nicht krisenfester und stärkt auch nicht die Verteidigungsfähigkeit. Die Initiative schwächt die Widerstands- und Verteidigungsfähigkeit sowie die Wirtschaft und KMU unserer Schweiz.

Die Umfragewerte stehen aktuell bei 50:50

Kommuniziert deshalb das NEIN aktiv – in eurem Umfeld, über Soziale Medien und andere euch verfügbaren Kanäle!

Warum ein NEIN am 30. November 2025 so wichtig ist:

  1. Der Bürgerdienst schadet dem verfassungsmässig verankerten Milizsystem, der Armee und dem Zivilschutz. Die Dienstpflicht muss auf den Kernbereich der Sicherheit fokussieren: Das primäre Ziel der Dienstpflicht muss es sein, die Alimentierung der Armee und des Zivilschutzes sicherzustellen. Bürgerinnen und Bürger sollen nur so weit zu einer Dienstleistung verpflichtet werden, als dies einem Bedarf nach Sicherheitsleistungen (Armee und Zivilschutz) entspricht. Was nützt uns unser Wohlstand, wenn niemand mehr bereit ist, im Ernstfall sein Leben für unsere Sicherheit und Freiheit einzusetzen? Der Zivildienst entzieht bereits heute der Armee pro Jahr gegen 7’000 Personen.
  2. Der Bürgerdienst besetzt Stellen im Zivilen durch einen weiteren Personalabbau bei Zivilschutz und Armee: Zivile Aufgaben zugunsten der Allgemeinheit und der Umwelt müssen durch zivile Organisationen oder Freiwillige und Ehrenamtliche erbracht werden. Die Initiative gibt vor, den Personalbedarf bei Armee, Zivilschutz, Zivildienst und der Allgemeinheit und Umwelt gleichzeitig zu lösen, was nicht stimmt. In Realität verschärft der Bürgerdienst-Zwang die Personalsituation bei Armee und Zivilschutz weiter, weil noch mehr Personen in zivilen Aufgaben gebunden werden und so für die Wiedererlangung der Verteidigungsfähigkeit und für Sicherheitsaufgaben fehlen. Vordergründig «sinnvollere / bequemere» Dienstleistungen schützen uns im Ernstfall nicht. Frauen und Männer im Zivilschutz und der Armee schützen uns.
  3. Der Bürgerdienst ist unverhältnismässig. Die heutige Dienstpflicht dient dem Schutz von Staat und Bevölkerung, nicht als billiges Personalreservoir für zivile Aufgaben: Es darf nicht sein, Bürgerinnen und Bürger massenhaft zu Aufgaben für die Allgemeinheit und die Umwelt zu zwingen. Waldpflege, Unkrautbekämpfung, Landwirtschaftsarbeit, Einsätze im Gesundheitswesen oder die Betreuung von betagten Personen sind zivile Aufgaben. Vielmehr müssen wir alle freiwillig anpacken und solidarisch sein: Schweizer Bürgerinnen und Bürger setzen sich freiwillig und grosszügig für das Gemeinwohl ein, nicht unter Zwang!
  4. Der Bürgerdienst konkurrenziert zivile Arbeitsplätze: Mit der Einführung des Bürgerdienstes werden zwar die Rekrutierungszahlen erhöht, die Armee sowie der Zivilschutz jedoch massiv geschwächt. Gleichzeitig werden durch die Bürgerdienstpflicht Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, Landschaftspflege und im Gesundheitswesen vermehrt konkurrenziert und vom freien Markt verdrängt. Bereits heute konkurrenziert der Zivildienst zivile Stellen im Gesundheitswesen und in Altersheimen. Gesundheits- und Pflegeberufe müssen aufgewertet werden. Der Bürgerdienst setzt diese Berufe nur noch mehr unter Druck.
  5. Der Bürgerdienst macht die Schweiz nicht krisenfester und schwächt die Wiedererlangung der Verteidigungsfähigkeit: Ein Land ist krisenfest, wenn es über robuste Strukturen, Ressourcen und eine resiliente Bevölkerung verfügt, um auf Notlagen schnell, wirksam und nachhaltig reagieren zu können. Dafür braucht es den Zivilschutz und eine verteidigungsfähige Armee. Dem entgegen fördert die Initiative eine «Dienst nach Vorschrift»-Mentalität, ganz nach dem Motto «ich habe meinen Dienst erfüllt und genug geleistet». Die Initiative macht die Schweiz nicht krisenfester – sie schafft nur neue Probleme.